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Eine Web-App, 6 Tage und 220.000 Google-Einträge

Gute Geschichten wiederholen sich gerne immer mal wieder. So auch in diesem Fall. „Primary Coffee“, ein frisch gegründetes Unternehmen für Gourmet Kaffee, hatte da so eine Idee. „…warum machen wir uns das Hitzeproblem des aktuellen iPad 4 nicht zunutze, um auf uns aufmerksam zu machen?…“.

Gesagt getan, es wurde in Windeseile eine Web-App programmiert, die – sobald im Browser aufgerufen – den Prozessor des iPad 4 so sehr belastet, dass dieser sich warm und wärmer rechnet und diese Wärme u.a. über den Bildschirm nach Außen abgibt. Tja, und was macht ein Kaffee-Anbieter mit dem Zielgruppenfokus auf Kreativarbeiter mit einer heißen Platte?! Richtig, er nutzt sie um ganz „kreativ“ Kaffeetassen zu wärmen. Die App wurde kurzerhand HotPad genannt und ging vor wenigen Tagen an den Start. Und es dauerte nicht lange, da fingen auch die Social Kanäle an zu glühen „… da gibt´s ne App, mit der kann man seine Kaffeetasse richtig warmhalten…“. 230.000 Google-Einträge kamen auf diesem Weg für das Unternehmen zustande. Einziger Wermutstropfen: der Klick auf die massenhaft von der Bloggergemeinde veröffentlichten Links funktionierte zwar, allerdings war die eigentliche Website von Primary Coffee da noch nicht fertig.

Was diese Geschichte mit Content Marketing zu tun hat

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Egal was man von derlei Aktionen auch immer halten mag, aber innerhalb von jetzt nur 6 Tagen 230.000 Google-Einträge zu erzeugen, ist sicherlich bemerkenswert. Und da man davon ausgehen darf, dass sich solche Botschaften besonders schnell bis zu den Kreativen dieser Welt herumsprechen, stimmt auch der Zielgruppenfokus. Also App Marketing in Verbindung Social Media Marketing?! Schön, wenn das die Intension gewesen wäre. Allerdings dürfte es wohl eher darum gegangen sein, die Produkte der eigenen Zielgruppe bekannt zu machen und einen erfolgreichen Verkaufsstart hinzulegen. Ob dieses Ziel tatsächlich erreicht wird, bleibt abzuwarten.

Im Sinne von Content Marketing – und damit im Sinne eines langfristigen Nutzens, den man mit einer solchen Aktion ohne weiteres erzielen kann – wäre eine konsequente Planung wohl eher ratsam gewesen. Dann hätte zum Launch der App ein komplettes Paket zur Verfügung gestanden. Eine Website, perfekter Content inkl. der Möglichkeit, diesen möglichst einfach mit seinem Netzwerk zu teilen, ein Shop, ein Eröffnungsangebot, dem man einfach nicht widerstehen kann, ein Video über die Entstehung der Unternehmensidee, die echten USPs in Form einer gefälligen Infografik und weitere Folgeaktionen … eben all das, was gutes Content Marketing ausmacht. So hätte sich der mediale Erfolg auch in klingender Münze ausgezahlt – und das sehr nachhaltig. Eine perfekte Kombination aus Social Media Marketing und Content Marketing eben. In jedem Fall werden wir Primary Coffee im Auge behalten.

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