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Warum es zum Content Marketing kaum eine Alternative gibt

Eine kleine wahre Geschichte

Es ist 19.15 Uhr an einem Novemberabend 2009, als eine junge Frau im Bad einen Tobsuchtanfall bekommt. Was bitte ist denn das für eine Haarfarbe – DAS soll Braun sein …! Der eigene Schopf aber ist rot, die Nerven runter und Tränen verflüssigen langsam aber sicher den einst perfekten Lidstrich. Also ab ins Web und nach Hilfe suchen – die Tönung war schließlich keine Billigmarke. Und?! … Nix, null, niente. Nur Presseartikel, ein paar Trends… das war´s. Also zu Brigitte, Neue Revue, YouTube … und endlich! Rettung in Form eines „Notfall-Videos“. Danke, lieber Gott!

Was sich hier vielleicht noch ganz amüsant anhört, offenbart allerdings ein Trauerspiel. Nahezu sämtliche Unternehmen – egal welcher Größe und Nationalität – nutzen das Internet nämlich ausschließlich zur Selbstdarstellung, als Verkaufs-Plattform oder als Werkzeug, um sich Bewegungsdaten von Websurfern anzueignen. Das genannte Video übrigens stammt von einer Privatperson.

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Content Marketing in Perfektion made by Schwarzkopf

Kunden gewinnt man anders

Das hat sich wohl auch Schwarzkopf gedacht, als sie in 2010 anfingen, einen gänzlich neuen Weg anzupeilen. Schließlich war man bis dahin nicht einmal in der Lage, mit den wichtigsten Keywords in Suchmaschinen auf nennenswerten Plätzen zu landen. Da baut sich bei Verantwortlichen schon von ganz alleine ein gewisser Handlungsdruck auf. Und deren Probleme sind ziemlich identisch zu denen von nahezu jedem Mittelständler in Deutschland.

Lassen Sie uns an dieser Stelle einen Versuch wagen, Ihre Gedanken in die richtige Richtung zu lenken. Groß wie klein kämpfen also mit dem gleichen Problem … nämlich: „Was kann ich tun, um für mein Publikum so interessant zu werden, dass sie mit mir in Kontakt treten“.

Ein Ansatz könnte sein: Anstatt immer wieder neue, witzige oder emotionale Einzel-Kampagnen zu fahren … wie wäre es, seinem Unternehmen im Web nach und nach einen Ruf aufzubauen, der nicht nur sympathisch, sondern auch menschlich und vertrauensvoll wäre. Content Marketing heißt das Ganze und wie clever und kaufmännisch sinnvoll dieser Ansatz in Kombination mit Social Marketing Elementen ist, lässt sich wiederum am Beispiel Schwarzkopf.de eindrucksvoll zeigen.

Content Marketing als Best Practice

Um Sie nicht zu langweilen, fassen wir an dieser Stelle die Schwarzkopf Strategie vereinfacht zusammen: Die hauseigene Website wurde völlig umgekrempelt und kommt Anfang 2011 wie eine Site daher, wie man sie ansonsten nur von Vogue & Co. erwarten würde. Perfekt gestylt und voll mit Themen rund ums Haar – Pflegen, Tönen und jede Menge Trends und Celebrity Reports. Die eignen Produkte treten dabei „freiwillig“ in den Hintergrund. Um ein Schwarzkopfprodukt zu finden, braucht man sage und schreibe mindestens 3 Klicks – was die Produktmanager wohl in den Wahnsinn getrieben haben dürfte. Diese Site schaltet man aber nicht einfach so „live“, sondern bereitet sich minutiös vor. Inhalte sollen nicht im eigenen Haus erstellt werden, sondern kommen von einer externen Redaktion – und die wissen wie´s geht. Außerdem spricht man mit Bloggern und gewinnt sie für sich – schließlich hat man als Hauptsponsor des Eurovision Song Contest 2011 wirklich etwas zu bieten. Ein YouTube-Kanal wird aufgebaut und Facebook wird als News- und Feedback-Plattform eingerichtet. Im Januar 2011 geht es dann endlich los. Und jetzt schauen Sie sich mal die offiziellen Zugriffscharts an … raten Sie mal “ … in welchem Monat wurde der Zugewinn von einigen 100% erzielt…“

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Schwarzkopf Website 2009

Die Website von Schwarzkopf im November 2009… typisch für über 90% aller Firmen- Webseiten

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Schwarzkopf Website 2011

Die gleiche Domain im Januar 2011. Zielgenauer Content perfekt für den Besucher recherchiert

Von den Besten lernen

Natürlich hat nicht jeder ein Schwarzkopf-Budget … und trotzdem lässt sich jede Menge aus dem Beispiel lernen. Content Marketing und der Umgang mit redaktionell erstellten Inhalten wirkt so zielgerichtet wie kaum ein anderes Kommunikationstool. Ehrlich mit redaktionellem Content kommunizieren, statt mit immer gleichen Verkaufsplattitüden in die Breite zu gehen. Lenken Sie durch gezieltes Publishing Besucherströme über passende Onlinekanäle gezielt auf die eigene Website – und ja, auch Social Media Kanäle sind hier äußerst wirksam. Sofern Sie Ihren Besuchern jetzt noch „wertvolle“ Inhalte in den verschiedensten Formaten anbieten, Feedback- und Sharing-Elemente einbauen, dann haben Sie alles richtig gemacht … mehr wird ein Websurfer von Ihnen nicht erwarten! In nicht allzu ferner Zukunft, weniger allerdings auch nicht.

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