blogging-to-dos

Die ultimative „so-lässt-man-richtig-Content schreiben“-Checkliste

Wenn Sie Content- oder Inbound Marketing in Ihrem Unternehmen richtig etablieren möchten, gehört das Content Schreiben nun einmal dazu. Ob Sie selber tippen oder andere für sich schreiben lassen … hier erfahren Sie in 7 Schritten, wie Sie besten Content schreiben (lassen).

Sie brauchen hochwertigen Content, um Ihre Besucher/Leser dazu zu bewegen, etwas für Sie zu tun … eine Conversion auszuführen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um einen Kauf, einen Klick oder ein Telefonat handelt.

Die Erstellung von wirklich bemerkenswertem Content erfordert einen effizienten redaktionellen Gesamtprozess. Wenn Sie ein gut funktionierendes Inbound Marketing etablieren und kontinuierlich hochwertigen Content produzieren wollen, müssen Sie in die Materie also etwas tiefer eintauchen:

Voraussetzungen für das richtige Content Schreiben

Story

Sie haben eine Story, die Sie als eine Art „DNA“ jedem Text, Bild, Video einpflanzen können? Glückwunsch! Sie besitzen die wichtigste Grundlage, um Content über Monate hinaus planen und produzieren zu können. Keine Story vorhanden? Tut mir leid, aber diesen Schritt sollten Sie mit aller Sorgfalt erst einmal abarbeiten. Allerdings kann  ich Ihnen Mut machen, ist die Story erst einmal vorhanden, ist das Wichtigste geschafft. Die sich anschließende Frage beschäftigt sich nämlich mit Ihrer Zielgruppe (oder besser der Persona) und deren Motivation ausgerechnet nach Produkten zu suchen, die Sie anbieten. Ja, auch das ist Arbeit, sollte allerdings in jedem Unternehmen zum Standard gehören und nicht erst für das eigene Content Marketing angegangen werden. 

Style Guide

Ein Styleguide gibt jedem in Ihrem Team eine genaue Vorstellung darüber, wie Texte, Bilder, Headlines etc. aussehen sollten. Nicht nur was Fontgröße, Schriftart und Farbe angeht, sondern auch welche Tonalität, welche Bildharmonien etc. verwendet werden. Ein solcher Styleguide sollte jedoch nie in Stein gemeißelt sein. Da sich Ihr Content auf die unterschiedlichsten Situationen einzustellen hat, kann das Dokument ruhig „leben“.

Schritt 1: Themen filtern

Mit diesen Top-Level Fragen, können Sie schnell und treffsicher die richtigen von den falschen Themen trennen:

  • Hat das Thema einen direkten Bezug zur eigenen Story?
  • Werden die definierten Personas das Thema voraussichtlich beachten?
  • In welcher Kaufphase ist dieses Thema für die Persona interessant?
  • Haben Sie das Thema in der Vergangenheit bereits umfassend bearbeitet? Bringt das Thema jetzt neue Erkenntnisse?
  • Könnte das Thema bedeutsamer werden, wenn es leicht verändert wird, beispielsweise durch einen Perspektivenwechsel?

Wir empfehlen die Nutzung eines Redaktionskalenders, so werden kontinuierlich Themenvorschläge gemacht und Sie können ständig eine aktuelle Themenliste nutzen.

Schritt 2: Artikelstruktur und Layout

Haben Sie ein Thema gefunden, ist der nächste kritische Punkt die Struktur. Sie hat immensen Einfluss darauf, ob Botschaft und Aussage wahrgenommen werden. Die folgenden Fragen unterstützen Sie bei der Bewertung:

  • Ist das gewünschte Content Format passend zum Thema und Publishing-Kanal? Würde beispielsweise ein Blog-Post als eBook mehr Anklang finden?
  • Ist der geplante Lesefluss logisch aufgebaut, unterstützt die Anordnung von Überschriften, Absätzen, Bildern das Leseverständnis und führt Ihre Leser zur gewünschten Botschaft?
  • Sind lange Textblöcke mit Zwischenüberschriften aufgelockert?
  • Unterstützt die geplante Struktur das Querlesen der Inhalte?
  • Sind grafische Inhalte in hoher Qualität vorgesehen?

Schritt 3: Unterstützende Elemente

Nutzen Sie die folgenden Content-Bausteine, um echten Premium Content zu offerieren:

  • Beispiele aus der Praxis, die die Kernaussage erläutern bzw. untermauern
  • Aktuelle Statistiken, Studien o.ä.
  • Interaktive Elemente, die das Leseverständnis weiter vereinfachen z.B. Präsentationen, Videos, Infografiken, Screencasts

Prüfen Sie, ob das gewählte Format optimal ist und ob der Content für jedermann zugänglich sein sollte?

Schritt 4: Briefing des Texters

Schreiben Sie die Texte nicht komplett selber, sollte der externe Texter ein möglichst ausführliches Briefing erhalten. In unserer täglichen Praxis hat sich ein Formular bewährt, das die folgenden Inhalte mitliefert:

  • Arbeitstitel
  • geplante Textlänge in Worten
  • Format
  • Keywords in der zu verwendenden Anzahl
  • Persona inkl. der Beschreibung der geplanten Tonalität
  • Storykonformität
  • Kernaussage
  • Call-to-Action(s)
  • Headline
  • Subtitle
  • Stichwortartige Rohfassung des Textes inkl.
    • Anzahl Absätze
    • Überschriften
    • Listen
  • Recherche-Quellen
  • Titelbild
  • Sonstige Grafiken

Schritt 5: Bewertung des erstellten/angelieferten Textinhalts

Handelt es sich um echten Qualitätscontent, sollten die folgenden Fragen kritisch beantwortet werden:

  • Sind Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik korrekt?
  • Wurde die vorgegebene Struktur in allen Details eingehalten?
  • Umreißen die Überschriften klar verständlich, worum es im Text gehen wird und sind interessant formuliert?
  • Haben alle Textinhalte direkt mit dem Überschriftthema zu tun?
  • Ist der Inhalt auch für Leser verständlich, die nicht Ihren gesamten Content kennen?
  • Erzählt der Text eine „Geschichte“, ist er unterhaltsam und leicht zu lesen?Ist die vorgegebene Kernaussage klar herausgearbeitet?
  • Passt die Tonalität zu Ihrer Content-Strategie, Ihrer Persona und der Kaufphase?
  • Ist das Intro geeignet, um sofort die Aufmerksamkeit des Lesers einzufangen?
  • Lässt der Inhalt erkennen, wer der Absender ist?
  • Ist „die Story“ aus dem Text herauslesbar?
  • Sind die Call-to-Actions klar und unmissverständlich formuliert?

Gerade zum Start empfiehlt es sich, genauestens auf Details zu achten und korrigierend einzugreifen, damit sich bei allen Beteiligten ein Lerneffekt einstellt. Später müssen Sie externen Content nur noch stichprobenartig überprüfen.

Schritt 6: Headline  – das Wichtigste beim Content Schreiben

Die Headline bekommt ein Leser zuerst zu Gesicht und entscheidet daraufhin, ob er das Angebotene liest oder weiterklickt. In der Praxis entwickeln wir Headlines wie folgt:

  • Notieren Sie sich zunächst nur die Keywords, die in Ihrer Headline vorkommen sollen
  • Formulieren Sie dann den Subtitle zur Überschrift. Verwenden Sie dazu Synonyme der gewünschten Keywords und bescheiden sich auf maximal 150 Zeichen
  • Formulieren Sie jetzt erst bis zu 5 verschiedene Headlines, die wiederum zum bereits existierenden Subtitle passen. Achten Sie darauf, dass Headline und Subtitle eine Einheit bilden und Neugierig auf die Geschichte machen
  • Betrachten Sie nun die Headlines alleine und probieren Sie, ob sie auch ohne den Subtitle wirken
  • Streichen Sie die nicht passenden und geben den Rest zur Abstimmung an Ihr Team.

Schritt 7: Der allerletzte Schliff … am fertigen Objekt

Sie sind fast fertig! Jetzt gilt es, die bis hierhin angelegte Qualität zu halten. Überprüfen Sie daher noch die folgenden Punkte:

  • Gibt es Links zu anderen Ressourcen, Landing Pages oder Blog-Artikeln, sind die Links auf Funktion überprüft?
  • Sind Formulare eingebettet und deren Funktion getestet?
  • Sind die Metadaten richtig formuliert?Sind Kategorien, Tags etc. richtig gesetzt?
  • Wurden Quellenangaben zu Zitaten oder Bildern eingebettet?
  • Gibt es einfach anwendbare „Social Sharing“-Möglichkeiten?
  • Ist die Promotion dieses Artikels über andere Kanäle geplant bzw. im Gange?

Und, ganz wichtig:

  • Sind die relevanten Call-to-Actions (CTAs) enthalten und dort hinterlegt wo es angemessen ist?

Damit diese 7 Schritte auch für Sie handhabbar werden, sollten Sie daraus eine für sich passende ToDo Liste entwickeln. In unserem Unternehmen sind diese Punkte entscheidend für unseren gesamten Redaktionsprozess geworden. Glauben Sie uns, sonst wären wir nicht in der Lage für unsere Kunden echten Qualitätscontent zu entwickeln.

1 Antwort

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *